Airport Carbon Accreditation (ACA)
Airport Carbon Accreditation (ACA) ist ein vom Airports Council International (ACI) speziell für Flughäfen entwickeltes globales Akkreditierungsprogramm für das CO₂-Management. Das Programm bewertet unabhängig die Maßnahmen der Flughäfen zur Messung, Reduzierung und Steuerung ihrer Treibhausgasemissionen.
Fraport TAV Antalya Airport hat seinen im Jahr 2010 begonnenen Akkreditierungsprozess fortgesetzt und im Jahr 2026 die Akkreditierungsstufe Level 4+ Transition erreicht.
Auf der Akkreditierungsstufe Level 4+ werden neben den Scope-1- und Scope-2-Emissionen auch die Scope-3-Emissionen in die Treibhausgasemissionsbilanz aufgenommen. Es werden langfristige absolute Emissionsreduktionsziele festgelegt, die mit dem Ziel der Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 °C im Einklang stehen. Zur Unterstützung dieser Ziele wird ein CO₂-Managementplan umgesetzt. Darüber hinaus werden gemeinsam mit den Stakeholdern des Flughafens Maßnahmen zur Reduzierung der Scope-3-Emissionen durchgeführt. Die nach Durchführung der Reduktionsmaßnahmen verbleibenden Emissionen werden durch Emissionsgutschriften ausgeglichen, die den Kriterien des Programms entsprechen.
Akkreditierungsverlauf
2010 – Level 1 Mapping: Identifizierung der Emissionsquellen und Berechnung des CO₂-Fußabdrucks
2011 – Level 2 Reduction: Weiterentwicklung der CO₂-Managementmaßnahmen und Nachweis der Emissionsreduzierung
2012 – Level 3 Optimisation: Einbeziehung der Scope-3-Emissionen in die Emissionsbilanz und Sicherstellung der Stakeholderbeteiligung
2015 – Level 3+ Neutrality: Ausgleich der nach den Reduktionsmaßnahmen verbleibenden Emissionen innerhalb der betrieblichen Kontrolle durch Emissionsgutschriften
2026 – Level 4+ Transition: Fortgeschrittenes CO₂-Management auf Grundlage langfristiger absoluter Emissionsreduktionsziele, einer erweiterten Scope-3-Emissionsbilanz, der Zusammenarbeit mit Stakeholdern und des Ausgleichs verbleibender Emissionen
Treibhausgasemissionsbilanz und unabhängige Verifizierung
Die Treibhausgasemissionsbilanz wird jährlich gemäß den festgelegten organisatorischen und betrieblichen Systemgrenzen erstellt. Im Rahmen der Emissionsbilanz werden die Scope-1-Emissionen aus Quellen, die der betrieblichen Kontrolle von FTA unterliegen, die Scope-2-Emissionen aus eingekaufter Energie sowie die Scope-3-Emissionen aus den Flughafenaktivitäten und der Wertschöpfungskette berechnet und jeweils gesondert ausgewiesen.
Die Scope-3-Emissionsbilanz umfasst den Flugbetrieb, die An- und Abreise von Passagieren und Beschäftigten zum bzw. vom Flughafen, Bodenabfertigungsaktivitäten, eingekaufte Produkte und Dienstleistungen, die Abfallbewirtschaftung sowie weitere relevante Emissionsquellen.
Die Treibhausgasemissionsbilanz wird gemäß den Anforderungen des ACA-Programms und des GHG Protocol unter Berücksichtigung der Grundsätze der ISO 14064-1 erstellt. Die Emissionsbilanz sowie die Einhaltung der Akkreditierungsanforderungen werden durch eine im Rahmen des Programms zugelassene unabhängige Prüfstelle verifiziert.
CO₂-Managementplan
Der CO₂-Managementplan umfasst die Emissionsreduktionsziele, die prognostizierten Emissionsreduzierungen zur Erreichung dieser Ziele, die umzusetzenden Projekte, die Verantwortlichkeiten, den Umsetzungszeitplan sowie die Überwachungsmethoden. Der Plan wird regelmäßig entsprechend den Veränderungen in der Treibhausgasemissionsbilanz, den betrieblichen Entwicklungen und den Anforderungen des ACA-Programms aktualisiert.
Stakeholder-Partnerschaften und Scope-3-Management
Ein erheblicher Teil der durch Flughafenaktivitäten verursachten Emissionen entsteht außerhalb der direkten betrieblichen Kontrolle von FTA. Aus diesem Grund wird im Rahmen der Akkreditierungsstufe Level 4+ ein Stakeholder-Partnerschaftsplan umgesetzt.
Mit Fluggesellschaften, Bodenabfertigungsunternehmen, öffentlichen Institutionen, Treibstoff- und Cateringdienstleistern, Mietern sowie weiteren Flughafen-Stakeholdern werden Daten ausgetauscht und gemeinsame Maßnahmen durchgeführt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, umsetzbare Möglichkeiten zur Emissionsreduzierung zu entwickeln und die Fortschritte bei gemeinsamen Maßnahmen zu überwachen.
Maßnahmen zur Emissionsreduzierung und -kompensation
FTA verfolgt den Ansatz, Treibhausgasemissionen vorrangig direkt an ihrer Entstehungsquelle zu reduzieren. In diesem Rahmen werden Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zur Erzeugung und Beschaffung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen durchgeführt.
Die nach Durchführung der Reduktionsmaßnahmen verbleibenden Scope-1- und Scope-2-Emissionen sowie die durch Dienstreisen der Beschäftigten verursachten Emissionen werden durch Emissionsgutschriften kompensiert, die den ACA-Kriterien entsprechen.
Berichterstattung und Transparenz
Die Treibhausgasemissionsbilanz, die Emissionsreduktionsziele, die Fortschritte bei der Zielerreichung sowie die wichtigsten durchgeführten Maßnahmen zur CO₂-Reduzierung werden jährlich dokumentiert und veröffentlicht.
Climate Change Report