FLUGHAFEN ANTALYA
Erweiterungsprojekte für das internationale Terminal T2 und das Inlands-Terminal T4.
Mit dem LEED Gold®-Zertifikat ausgezeichnet.
In der heutigen Welt, in der Umweltprobleme wie der globale Klimawandel und die saubere Wasserversorgung immer kritischer werden, zeigen Studien, dass etwa 40 % des weltweiten Energieverbrauchs und 30 % des Wasserverbrauchs auf Gebäude zurückzuführen sind. Darüber hinaus verbringt etwa 90 % des menschlichen Lebens in Innenräumen. Diese Fakten unterstreichen die dringende Notwendigkeit effizienter, umweltfreundlicher Gebäude, die weniger Ressourcen verbrauchen.
Beim Entwurf von umweltfreundlichen Gebäuden werden Aspekte wie die Qualität der Raumluft, die natürliche Beleuchtung, die Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsregulierung sowie das Abfallmanagement – Faktoren, die sich direkt auf die menschliche Gesundheit auswirken – sorgfältig berücksichtigt. Auch die Bauweisen werden so ausgewählt, dass eine gesündere Umgebung für die späteren Nutzer gewährleistet wird. Studien zeigen, dass Menschen, die in oder in umweltfreundlichen Gebäuden arbeiten, tendenziell weniger gesundheitliche Probleme haben und eine höhere Produktivität aufweisen.
Gebäude, die mit traditionellen Methoden gebaut werden, verbrauchen 70 % der Energie und Materialien, 17 % des Wassers und 25 % der Wälder, während sie gleichzeitig die CO₂-Emissionen um 33 % erhöhen. Darüber hinaus werden nur 5 % der verwendeten Materialien recycelt. Im Gegensatz dazu bieten umweltfreundliche Gebäude erhebliche Vorteile, darunter Energie- und Wassereinsparungen, Abfallreduzierung, verbesserte Raumluftqualität, erhöhter Komfort und Effizienz für die Nutzer, geringere gesundheitsbezogene Kosten und niedrigere Betriebskosten. Im Durchschnitt verbrauchen umweltfreundliche Gebäude etwa 30 % weniger Energie als konventionelle Gebäude. Wassereinsparungen von bis zu 50 % können durch wassersparende Urinalsysteme, effiziente Toilettenspülkästen und Wasserhähne erzielt werden, während auch Landschaftsgestaltungsmaßnahmen ähnliche Reduzierungen ermöglichen.
Das von der U.S. Green Building Council (USGBC) im Jahr 1998 entwickelte LEED-Zertifizierungssystem ist eines der am weitesten verbreiteten Umweltzertifizierungsprogramme für Gebäude. Das System wurde erstmals im Jahr 2009 eingeführt und wurde aktualisiert, um aktuellen Standards und Praktiken zu entsprechen, und als LEED v4 veröffentlicht. Der LEED-Prozess umfasst ein breites Spektrum an Disziplinen und erstreckt sich von der Planung über den Bau und beinhaltet Kategorien, die auf verschiedene Gebäudetypen zugeschnitten sind.
Das LEED v4-System bewertet Gebäude anhand von neun Kategorien:
Integrierter Prozess
2. Lage und
Verkehrsanbindung
3. Nachhaltige Standorte
4. Wassereffizienz
5. Energie und Atmosphäre
6. Materialien und Ressourcen
7. Raumluftqualität.
8. Innovation
9. Regionale Priorität.
Projekte werden je nach der erreichten Gesamtpunktzahl in verschiedenen Stufen zertifiziert:
Zertifiziert: 40-49 Punkte.
Silber: 50-59 Punkte.
Gold: 60-79 Punkte
Platin: 80-110 Punkte.
Die Projekte für das internationale Terminal T2 und den Erweiterungsbau des Inlandsterminals T4 wurden gemäß den aktualisierten LEED v4-Kriterien entworfen und mit der LEED v4 Gold-Zertifizierung ausgezeichnet.
Einige der umweltfreundlichen Strategien, die in den Projekten umgesetzt wurden, sind:
Das Anpflanzen von trockenheitsresistenten Arten, die für das Klima und den Boden der Region geeignet sind, um Wasser zu sparen und die Artenvielfalt zu fördern.
Die Verwendung von hellen Materialien auf Dächern und Gehwegen, um den Wärmeinsel-Effekt zu reduzieren.
Die Gestaltung des Gebäudeklimapakets und die Auswahl von Systemen zur Maximierung der Energieeffizienz.
Die Installation von Photovoltaikanlagen auf dem Dach zur Erzeugung eines Teils des Stroms des Terminals aus erneuerbaren Energien.
Die Integration von energieeffizienten Beleuchtungskörpern und mechanischen Systemen zur Reduzierung des Energieverbrauchs.
Durch den Einsatz von wassersparenden Armaturen und Speichern, um den Wasserverbrauch zu minimieren.
Entwicklung von Lüftungsanlagen unter Einhaltung der ASHRAE 62.1-2010-Normen zur Verbesserung der Raumluftqualität.
Bereitstellung von Infrastruktur für Ladestationen für Elektrofahrzeuge, um den emissionsarmen Verkehr zu fördern.
Integration von Konstruktionskriterien, um eine getrennte Sammlung von recyclingfähigen Abfällen während des Betriebs sicherzustellen.
Auswahl von EPD-zertifizierten Materialien zur Reduzierung der Umweltauswirkungen des Bauens.
Umleitung von Bauschutt von Deponien durch dessen Recycling.
Die Auswahl von Farben und Beschichtungen mit geringen Emissionen und frei von schädlichen flüchtigen Verbindungen.